home news forum careers events suppliers solutions markets expos directories catalogs resources advertise contacts
 
News Page

The news
and
beyond the news
Index of news sources
All Africa Asia/Pacific Europe Latin America Middle East North America
  Topics
  Species
Archives
News archive 1997-2008
 

Bei Weizensorten auf den Proteingehalt achten


Germany
September 20, 2019

Zukünftig wird der Rohproteingehalt von Weizensorten vom Bundessortenamt zwar beschrieben, jedoch nicht mehr zur Qualitätseinstufung herangezogen. Damit stellt sich die Frage, ob Qualitätsweizen zukünftig noch nach Rohprotein erfasst wird.

„Zunächst wohl schon“, erläutert dazu Sven Böse, Leiter Fachberatung bei der SAATEN-UNION. „13 % RP für A-Weizen oder 14 % für E-Weizen werden ja vor allem aus einem Grund gefordert: Um ohne Kenntnis der Sorten und mangels anderer Bewertungsmethoden sicher zu sein, die gewünschte Qualität zu erhalten - und nicht etwa (proteinarme) B- oder gar C-Sorten.“

Nach einer Markteinschätzung der SAATEN-UNION dürften sich die Preisaufschläge für proteinreiche Partien in Zukunft spürbar erhöhen, weil Partien mit diesen Proteinwerten knapper werden. Denn mit der novellierten Düngereform wurde die N-Versorgung der meisten Kulturpflanzen um ca. 10 % eingeschränkt, weitere Verschärfungen drohen sogenannten „Roten Gebieten“ mit Nitratbelastungen des Grundwassers über 50 mg/l.

Rückläufige Proteingehalte

Mehrjährige, bundesweite Versuchsergebnisse des „Netzwerks Düngung“, einem Gemeinschaftsprojekt von Züchtern, Agrarhandel und Düngemittelherstellern, zeigen die Konsequenzen. Danach dürften mit der Düngereform zunächst weniger die Erträge, als vielmehr die Proteingehalte zurückgehen, im Mittel der Jahre und Orte um ca. 0,6 % absolut. Dazu Sven Böse: „Dies gilt vor allem für Anbauregionen und Jahre mit hoher Ertragserwartung, dann also wenn auch in der Vergangenheit die Rohproteingehalte schon häufig eher knapp ausfielen.“

 

Die beste Stickstoffverwertung unter den verbreiteten Sorten hat die Weizensorte Lemmy.

Die beste Stickstoffverwertung unter den verbreiteten Sorten hat die Weizensorte Lemmy.

 

Klare Anbauempfehlung

Deshalb kommt es jetzt auf eine hohe N-Effizienz der Weizensorten an, und da gibt es beträchtliche Sortenunterschiede. Die beste Stickstoffverwertung unter den verbreiteten Sorten hat die Sorte Lemmy. Sie kombiniert als einzige hohe Erträge (7) mit hohen Rohproteinwerten (6). Ähnliches gilt für die Sorten NORDKAP und ACHIM, die ebenfalls mit vergleichsweise hohen Kornproteinerträgen punkten.

Aktuelle Wertprüfungsergebnisse belegen die höhere Vermarktungssicherheit der proteinreichen Sorten (Abb.1): Diese erreichen mit den Ausprägungsstufen (APS) 6 bzw. 5 in 75 % bzw. 50 % der Ernten die geforderten 13 % Protein. Proteinärmere A-Sorten mit den Noten „4“, „3“ oder „2“ schaffen das in lediglich 38 %, 21 % oder gar nur 17 % der Fälle.

 

Abb.1: Aktuelle Wertprüfungsergebnisse belegen die höhere Vermarktungssicherheit der proteinreichen Sorten

Abb.1: Aktuelle Wertprüfungsergebnisse belegen die höhere Vermarktungssicherheit der proteinreichen Sorten

 

Bisher, im 10-jährigen Mittel, wurde A-Qualität mit 13 % Rohprotein um 0,50 €/dt besser bezahlt als proteinärmere Partien. Bezogen auf ein Ertragsniveau von 90 dt/ha B-Weizen resultiert daraus ein Vorteil von 45 €/ha im langjährigen Durchschnitt.

Dieser Vorteil sollte bereits bei der Sortenwahl einkalkuliert werden: „Bezogen auf das langjährige Erlösniveau von 17,80 € für Backweizen ist dieser Vorteil ökonomisch gleichzusetzen mit 2,5 dt/ha bzw. knapp 3 % Mehrertrag. Diese 3 % sind den Relativerträgen proteinreicher Sorten wie Lemmy hinzuzufügen. Nur dann ist ein fairer Vergleich der Marktleistung möglich“, so der Pflanzenbauberater abschließend.



More news from: Saaten-Union GmbH


Website: http://www.saaten-union.de

Published: September 20, 2019

The news item on this page is copyright by the organization where it originated
Fair use notice

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

  Archive of the news section

 

 


Copyright @ 1992-2026 SeedQuest - All rights reserved