Germany
April 4, 2025
Am 2. und 3. April 2025 fand am Julius Kühn-Institut (JKI) in Quedlinburg zum zehnten Mal die proWeizen Konferenz statt.
Teilenehmende der Konferenz in Bewegung (© JKI)
Die bedeutende Fachtagung, die sich den aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen in der Weizenzüchtung widmet, brachte wieder über 90 Fachleute aus Wissenschaft, Züchtung, Politik und Forschungsförderung vor Ort und digital zusammen, um über den Beitrag der Weizenforschung zur Sicherung der Ernährung, zur Ressourcenschonung und zur Anpassung an den Klimawandel zu diskutieren.
Die Konferenz wurde eröffnet von JKI-Präsident Prof. Dr. Frank Ordon und Wolf von Rhade, wirtschaftlicher Sprecher der Initiative proWeizen. In diesem Jahr war die Veranstaltung besonders international besetzt: Hochkarätige Referenten aus Großbritannien (Simon Griffiths, John Innes Centre), Frankreich (Jacques Le Gouis, INRAE) und Spanien (Gustavo Slafer, Universitat de Lleida) stellten neueste Erkenntnisse aus ihren Ländern vor und trugen damit zur weiteren internationalen Vernetzung der deutschen Weizenforschung bei.

Gustavo A. Slafer (Universität Lleida) während seines Vortrags (© JKI)

Prof. Dr. Frank Ordon (JKI) bei der Begrüßung der Teilnehmenden (© JKI)

Die Teilnehmenden der proWeizen-Konferenz konnten wertvolle Impulse mitnehmen (© JKI)
Forschung für nachhaltige Weizenproduktion
Die Vorträge und Projektpräsentationen deckten ein breites Spektrum an Themen ab – von der Resistenzzüchtung über ressourceneffiziente Sortenentwicklung bis hin zur Qualitätsselektion für verbesserte Backeigenschaften. Ein zentrales Anliegen war dabei die Bedeutung von Pflanzenforschung entlang der gesamten Innovationskette – von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung – als essenzieller Beitrag zur globalen Ernährungssicherung.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der zunehmenden Relevanz der Pflanzenzüchtung im Rahmen der Ackerbaustrategie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie im Kontext der Förderung des ökologischen Landbaus. In diesem Zusammenhang wurden auch die Anforderungen an zukunftsfähige Backweizensorten mit verbesserter Stickstoffnutzungseffizienz diskutiert – ein Thema, das angesichts der notwendigen THG-Reduktion in der Landwirtschaft weiter an Bedeutung gewinnt.
proWeizen – 10 Jahre Engagement für Pflanzeninnovation
Die Initiative proWeizen wurde 2012 von den deutschen Weizenzüchtern ins Leben gerufen und ist ein Projekt der Gemeinschaft zur Förderung von Pflanzeninnovation e. V. (GFPi), zu deren Mitgliedern auch das JKI zählt. Seitdem wurden über 20 Forschungsprojekte durch BMEL und BMBF gefördert – mit Themenschwerpunkten wie Resistenzzüchtung, Hybridzüchtung, Zuchtmethodik, Ressourceneffizienz und Data Science.
Die proWeizen Konferenz, seit 2015 regelmäßig am JKI in Quedlinburg veranstaltet, hat sich als zentrale Plattform für den Austausch innerhalb der deutschen und zunehmend auch internationalen Weizenforschungs- und Züchtungsgemeinschaft etabliert. Seit 2021 wird die Veranstaltung auf Englisch durchgeführt und steht allen relevanten Weizenforschungsprojekten offen.
Gustavo A. Slafer (Universität Lleida), Laura Dixon (IPK Gatersleben) und Simon Griffiths (John Innes Center, UK) im Gespräch (© JKI)
Wolf von Rhade, Nordsaat-Geschäftsführer und wirtschaftlicher Sprecher von proWeizen, im Gespräch (© JKI)