Bonn, Germany
1. Juni 2026
Die Gregor Mendel Stiftung verlängert ihre Patenschaft für die Erbsensorte „Kleine Rheinländerin“ um weitere zehn Jahre. Anlass ist der Internationale Tag der biologischen Vielfalt vom 22.5.2026, der gestern auch im Rahmen des „Markts der Möglichkeiten“ in den Botanischen Gärten der Universität Bonn begangen wurde. Rund 50 Institutionen und Organisationen präsentierten dort ihre Arbeit rund um Biodiversität und den Erhalt natürlicher Ressourcen. Die „Kleine Rheinländerin“ ist im Nutzpflanzengarten der Botanischen Gärten zu sehen.
Die Stiftung hatte die Patenschaft erstmals im Mendel-Jahr 2016 übernommen – in besonderer Verbundenheit mit dem Werk ihres Namensgebers Gregor Mendel, dessen Forschungen an Erbsenpflanzen den Grundstein für die moderne Genetik legten.
„Die Erbse steht wie kaum eine andere Pflanze für den Beginn systematischer Vererbungsforschung. Zugleich erinnert sie daran, wie wertvoll pflanzengenetische Vielfalt für Wissenschaft, Pflanzenzüchtung und Ernährungssicherung ist“, erklärt Stefan Lütke Entrup, Geschäftsführer der Gregor Mendel Stiftung. „Mit der Verlängerung unserer Patenschaft möchten wir ein sichtbares Zeichen setzen: Vielfalt zu bewahren heißt auch, Zukunftsmöglichkeiten offenzuhalten.“
Die Sorte „Kleine Rheinländerin“ steht exemplarisch für die Bedeutung alter und regionaler Kulturpflanzen. Sie sind Teil unseres biologischen und kulturellen Erbes und zugleich eine wichtige Grundlage, um Pflanzen an sich verändernde Umweltbedingungen, neue Krankheiten und klimatische Herausforderungen anpassen zu können.
Die Gregor Mendel Stiftung mit Sitz in Bonn setzt sich dafür ein, das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung von Pflanzenforschung und Pflanzenzüchtung zu stärken und den Wert pflanzengenetischer Ressourcen stärker ins gesellschaftliche Bewusstsein zu rücken. Gerade der Internationale Tag der biologischen Vielfalt verdeutlicht, dass Biodiversität weit über den Naturschutz hinausreicht: Sie ist eine zentrale Voraussetzung für Innovation, Resilienz und langfristige Ernährungssicherung.
„Gregor Mendels Erbsenversuche haben gezeigt, welches Zukunftspotenzial in Pflanzen steckt“, so Lütke Entrup. „Diese Vielfalt zu bewahren, wissenschaftlich weiterzuentwickeln und verantwortungsvoll nutzbar zu machen, bleibt eine Aufgabe von hoher gesellschaftlicher Bedeutung.“